Newsletter vom 29.11.2010

 

 

Die Lüge vom teuren Ökostrom

 

Warum die Stromrechnung wirklich so hoch ist

Film vom 21.10.2010, ca. 9 min > www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2010/1021/strom.php5

Gesprochener Text:

Sonia Seymour Mikich: "Es ist nicht zu fassen: einerseits hieß es in Meldungen gestern, dass die Stromriesen im ersten Halbjahr wieder mal Rekordgewinne gemacht haben! Andererseits vergeht für uns Verbraucher kein Jahr ohne dicke Nachzahlung, ohne Erhöhungen. Jetzt aber häufen sich auch noch Grusel-Prognosen, dass Ökostrom alles noch teurer machen wird. Doch dieser Alarm, so Markus Schmidt und Michael Houben, der ist einfach falsch."

Kommentar:

In den letzten zwei Jahren hat sich die Zahl der Solaranlagen verdoppelt. Eine Erfolgsgeschichte? Jetzt schocken solche Schlagzeilen. "Solarausbau macht Strom drastisch teurer." "Er treibt den Strompreis an." In den Artikeln immer wieder zitiert, das Essener Wirtschaftsforschungsinstitut RWI. Dessen Rechnung: Subventionen von 64 Milliarden Euro müssen die Stromkunden für die bereits installierten Solardächer zahlen. Das ist der Autor der Studie, Professor Frondel. Für ihn ist diese Förderung rausgeschmissenes Geld.

Dr. Manuel Frondel, Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI): "Ja, Kernbotschaft unseres Artikels ist, dass der Ausbau der Photovoltaik und die enorme Förderung von Solarstrom in Deutschland sehr hohe Kosten verursacht, wenig Strom produziert und keine Klimaschutzwirkung hat."

K: Wir sind beim Solarförderverein Deutschland e.V. in Aachen. Seit 25 Jahren kämpfen seine Mitglieder für mehr Solarenergie. Sie hatten schon Solaranlagen errichtet, als es noch keine gesetzliche Einspeisevergütung gab. Den Gegenwind für Solar kennen sie hier.

Alfons Schulte, Solarenergieförderverein Deutschland e.V.: "Das System hat Methode. Da werden Kampagnen geschaltet in den Medien, immer kurz bevor politische Entscheidungen anstehen, die mit dem Ausbau oder dem Bremsen der erneuerbaren Energien zu tun haben. Mit dem Bremsen natürlich in diesem Fall." ...

Weiter im Text unter dem "Filmfenster"

 

 

"Blockheizkraftwerke statt Atomkraftwerke"

 

Der geplante Ausstieg aus dem Atomausstieg wäre ein schlimmer Fehler.
Wir sind überzeugt: Atomstrom ist keine Brückentechnologie, sondern eine Verhinderungstechnologie für den Ausbau der Erneuerbaren. Die Laufzeitverlängerung würde uns um mindestens ein Jahrzehnt zurückwerfen.

Statt Atomkraftwerken brauchen wir mehr flexible Gaskraftwerke und natürlich viele neue Stromspeicher und vor allem bessere Stromnetze, um uns besser auf die Fluktuation der Erneuerbaren einzustellen. Mit Mini-Blockheizkraftwerken bietet sich eine Alternative zur Atomkraft, der dort produzierte Ökostrom kann die schwankende Windkraft ideal ergänzen und mit steigender Stromproduktion, laufende AKW´s ersetzen."

Lesen Sie hier, warum wir diese Homepage betreiben >  www.bhkw-statt-akw.de/warum-diese-homepage.html

 

 

Startschuss für ZuhauseKraftwerke von Lichtblick

 

Lichtblick geht mit ersten Anlagen ans Netz. Kraft-Wärme-Kopplung-Förderung für 2011 bleibt unklar.

Vor etwas mehr als einem Jahr kündigte der Hamburger Energieversorger Lichtblick an, gemeinsam mit VW Blockheizkraftwerke zu bauen, die zentral gesteuert werden.

Schwarmstrom nennen die Hamburger das öffentlichkeitswirksam. Nun gehen die ersten Kraftwerke ans Netz...

Bei den Anlagen handelt es sich um die mit Erdgas betriebenen Blockheizkraftwerke von Volkswagen, die der Autobauer exklusiv für Lichtblick produziert. Die Anlagen erzeugen Strom, der die schwankende Stromproduktion aus Wind und Sonne ergänzen soll.

Durch Pufferspeicher will Lichtblick eine zeitliche Entkoppelung von der Stromproduktion erreichen. Das Unternehmen will die Wärme dann erzeugen, wenn die Nachfrage nach Strom hoch und dieser gut zu verkaufen ist.
Betreiber von Mini-KWK-Anlagen sind Unternehmer.

Den kompletten Artikel finden Sie unter

 

 

Wird der Klimagipfel ein Erfolg?

 

2010 wird das heißeste Jahr seit 1870. Das Eis in der Arktis und in Grönland schmilzt wesentlich schneller als es der Weltklimarat IPPC noch 2007 vorhergesagt hatte. Bis zum Ende unseres Jahrhunderts dürfte der Meeresspiegel um einen Meter gestiegen sein. Das ist eine existentielle Bedrohung von hunderten Millionen Menschen, die an der Küste oder auf kleinen Inseln leben. Malaria und Dengue-Fieber breiten sich aus, Fluten und Erdrutsche mehren sich. In Europa wird wahrscheinlich kein Gletscher überleben. Klimaschutz dürfte eigentlich kein Experiment mehr bleiben, sondern als die große Menschheitsaufgabe des 21. Jahrhunderts verstanden werden.

Was muss eigentlich noch passieren bis die Welt und ihre Regierungen endlich aufwachen?  Wie sieht die Chance aus, dass auf dem kommenden Weltklimagipfel, der jetzt im mexikanischen Cancun beginnt, endlich ein wirksames Klimaschutzabkommen zustande kommt?

Es ist wie immer auf diesen Konferenzen. Schon im Vorfeld wurde klar, dass Präsident Obama für eine wirkliche Klimapolitik in den USA keine Mehrheit erhält. Und solange die USA nicht mitmachen, sperren sich die Chinesen, zumal sie beim Pro-Kopf-Ausstoß von Treibhausgasen noch weit hinter den USA zurückliegen.

Indiens Umweltminister Ramesh orientiert sich an China und wartet ebenfalls bis sich die USA endlich bewegen. Und auch die EU ist noch immer nicht bereit, verbindlich und ohne Bedingungen eine CO2-Reduktion von 30% bis 2020 gemessen an 1990 zuzusagen.

Wie soll in dieser Situation ein effektiver globaler Klimaschutz zustande kommen? Alle wissen, was sie tun – aber keiner tut, was er weiß. Jeder wartet bis der andere anfängt.

Und Deutschland?

Sind wir nicht vorbildliche Klimaschützer mit 28% weniger CO2 seit 1990? Deutschland, Dänemark und England könnten in der Tat die einzigen Staaten sein, die dank des Erneuerbaren Energien-Gesetzes und gesteigerter Energieeffizienz konkreten Klimaschutz vorweisen können. Das Ziel der Bundesregierung ist ja 40% weniger CO2 bis 2020.

Dieses Ziel könnte tatsächlich vorbildlich sein, wenn es die Bundesregierung nicht durch ihren törichten Beschluss über längere Laufzeiten der AKW selbst verwässert hätte. Durch AKW-Laufzeiten bis 2040 wird nämlich den Erneuerbaren Energien der Zugang zum Stromnetz unnötig erschwert.

Denn schon wollen viele Bundestagsabgeordnete der Koalition den Einspeise-Vorrang der Erneuerbaren Energien abschaffen, weil sie erkennen, dass wir in Deutschland nicht zu wenig, sondern zu viel Strom produzieren. 2009 hatten wir einen Stromüberschuss von 20%.

Es zeigt sich immer mehr, dass die Atomkraft keine „Brückentechnologie“ ist, sondern eine völlig unsinnige Bremse für den Ausbau der Erneuerbaren und damit auch eine Bremse beim Klimaschutz. Die Bundesrepublik war einmal Vorbild für Viele beim Klimaschutz, doch das ist nun vorbei.

Fest steht: Ohne Vorbilder wird sich die Welt in Cancun nicht bewegen. So ist zu erwarten, dass es auf einer Klimakonferenz wieder einmal nur einen effektiven Beschluss geben wird: Den Termin für die nächste Konferenz. Dieser ewige Konferenz-Zirkus belastet das Klima mehr als dass er ihm hilft.

Atom- und Kohlestrom-Ausstieg mit TERRA Energiewende

 

Diese Nachricht wurde mit sauberem Strom der www.EWS-Schoenau.de erstellt! 100% Kohle- und Atomstromfrei!
Wechseln Sie doch auch!

TERRA Energiewende ->  Kooperation mit Schönau:

- Flyer Energiewende (Unterstützung von Projekten in Entwicklungsländern) > www.terranetwork.org/586.html

- Vertrag TERRA Energiewende > www.terranetwork.org/fileadmin/user_upload/dokumente/EWS_vertrag_terra_2010.pdf

-Infos und unverbindliches Angebot bei Übermittlung einer Kopie der letzten Stromrechnung (gleiche Konditionen wie bei direkter Bestellung über EWS Schönau): > Walter Trautwein, Esslinger Str. 5, 76228 Karlsruhe, Tel. 0721-9453143, walter@trautwein.info

 

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