Newsletter vom 23.12.2010
Amalgam ist die Alternative
MEGAMAN plädiert für Verbot von Flüssigquecksilber in Energiesparlampen
Der Energiesparlampen-Hersteller MEGAMAN setzt sich für die weitere Beschränkung von Quecksilber in Energiesparlampen ein. Das in vielen Energiesparlampen enthaltene flüssige Quecksilber sollte generell durch feste Metallverbindungen, sogenannte Quecksilber-Amalgame, ersetzt werden, heißt es in einer Mitteilung des deutschen MEGAMAN-Vertreibers IDV GmbH aus Langenselbold. Das erhöhe insbesondere die Sicherheit der Lampen bei Zerbrechen, den Gesundheits- und Umweltschutz in der Produktion sowie beim Transport zum Recycling. Entsprechende Vorschläge zur Überarbeitung der EU-Schadstoffrichtlinie RoHS seien in Brüssel vorgelegt worden. MEGAMAN sieht seine Initiative durch aktuelle Veröffentlichungen des Umweltbundesamtes (UBA) bestätigt.
Energiesparlampen funktionieren ähnlich wie Leuchtstoffröhren. Eine geringe Menge Quecksilber ist dabei noch unersetzlich. Aber es gibt Unterschiede in der Weise, wie das Quecksilber in die Lampe kommt. Weit verbreitet sind Lampen mit Flüssigquecksilber. Wenn sie zerbrechen, entlassen sie im eingeschalteten oder betriebswarmen Zustand innerhalb kürzester Zeit zehnmal mehr Quecksilber-dampf in die Umwelt als Energiesparlampen mit Amalgam. Bei kalten Lampen setzt die Flüssigquecksilberlampe mindestens hundertmal mehr Quecksilberdampf frei als eine Amalgamlampe. Werner Wiesner von der IDV GmbH plädiert für einen Konsens der Lampenhersteller: „Wir fordern alle Hersteller und Importeure von Energiesparlampen auf, mit Amalgam statt Flüssigquecksilber die bestmögliche Technologie bei Energiesparlampen einzusetzen, die heute verfügbar ist. Wenn es die Möglichkeit gibt, eine ganze Produktgruppe bei tragbarem Aufwand nachhaltig zu verbessern, dann sollte sich zugunsten von Umwelt und Verbrauchern niemand dagegen verschließen." Aus Gründen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes verwendet MEGAMAN als erster Hersteller seit 2008 in allen Energiesparlampen ausschließlich Amalgame statt Flüssigquecksilber. Der Silikon-Splitterschutz, über den viele MEGAMAN Energiesparlampen verfügen, ist ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn. „Unsere guten Erfahrungen belegen: Es ist nicht notwendig, flüssiges Quecksilber zu verwenden", betont Wiesner. „Auch andere Hersteller nutzen bereits Amalgame, aber nur aus technischen Gründen für bestimmte Energiesparlampen. Der generelle Verzicht auf flüssiges Quecksilber wäre grundsätzlich für jeden Hersteller machbar."
Energiesparlampen sparen bis zu 80 Prozent Energie im Vergleich zu Glühlampen ein. In einer aktuellen Ökobilanz der Schweizer EMPA (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) schnitten Energiesparlampen am besten ab. Dennoch sind die Lampen wegen des technisch notwendigen Gehalts an Quecksilber in die Kritik geraten. Die RoHS-Schadstoffrichtlinie begrenzt den Quecksilbergehalt auf 5 mg (3,5 mg ab 1.1.2012). Markenlampen enthalten modellabhängig nur 1 bis 2 mg. Werner Wiesner verweist auf die Leitmarktfunktion Europas: „Energiesparlampen mit Amalgamtechnik sind für Mensch und Umwelt besser als solche mit Flüssigquecksilber. Wenn die EU die Amalgamtechnik für alle Energiesparlampen vorschreibt, macht das die Lampen für den Verbraucher nicht teurer. Aber es macht die Lampen noch sicherer und es verbessert die Arbeitsbedingungen in Fertigungsbetrieben in aller Welt." > www.megaman.de
MEGAMAN-Energiesparlampen erhalten Sie in vielen Kaufhäusern und Baumärkten. Eine preiswerte Alternative finden Sie bei der CO2-Kampagne > https://shop.co2kampagne.de
Bei der Diskussion über Quecksilber ist zu bedenken:
" ... Ferner reduzieren Energiesparlampen den Ausstoß von Quecksilber, obwohl sie selbst dieses Schwermetall enthalten. Dies liegt daran, dass derzeit noch etwa die Hälfte des deutschen Stroms aus Kohlekraftwerken kommt. Bei der Verbrennung von Kohle wird neben CO2 und anderen Substanzen auch Quecksilber in die Umwelt geblasen. Durch ihren geringen Stromverbrauch vermeiden Energiesparlampen demnach Quecksilber-Emissionen. ..." > http://umweltinstitut.org/fragen--antworten/energie/rohstoffe/energiesparlampen-706.html
Das kälteste Deutschland seit langem
2010 wird als ungewöhnlich kaltes Jahr in die Geschichte eingehen. Kälter war es zuletzt 1996. Global dagegen wird es eines der wärmsten werden.
Es ist kalt in Deutschland: Erstmals ist in diesem Jahrzehnt der Trend gebrochen, nach dem es immer wärmer wird. 2010 wird als kältestes Jahr seit 1996 in die Geschichte eingehen. Das spüren beispielsweise auch die Solaranlagen-Besitzer, die ungewöhnlich wenig Ertrag in diesem Jahr einfuhren: Die Sonnenstromernte liegt nur bei etwa 80 Prozent - die Sonne schickte einfach 20 Prozent weniger Energie.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird die Durchschnittstemperatur unter 8,2 Grad liegen, dem Mittelwert der vergangenen 30 Jahre. Die Experten gehen von einem Wert bei 8 Grad oder darunter aus. 1996 hatte der Wert 7,2 Grad betragen. Das bislang kälteste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung war 1940 mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 6,6, das wärmste war 2000 mit 9,9 Grad.
Die Wetterkundler vom DWD bilanzierten auch im scheidenden Jahr wieder jede Menge Unwetter, die Menschenleben forderten und zu beträchtlichen Schäden führten. Im Wetterverlauf des Jahres 2010 musste etwa 20.000 mal vor gefährlichen Wetterlagen gewarnt werden. Beispielsweise am Pfingstmontag (24. Mai), als mehrere Tornados eine mit Unterbrechungen insgesamt ca. 80 km lange Spur der Verwüstung in Südbrandenburg hinterließen.
Global gesehen war dieses Jahr dagegen ein ausgesprochen warmes: Nach Angaben der World Meteorological Organization (WMO) wird 2010 mit großer Wahrscheinlichkeit als eines der drei wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte eingehen. Die globale Durchschnittstemperatur betrug von Januar bis Oktober des Jahres ungefähr 0,55 Grad mehr als im Durchschnitt von 1961-1990. Die zehn Jahre von 2001 bis 2010 waren zugleich die wärmste jemals gemessene Dekade. Die Temperaturen lagen 0,46 Grad über dem Durchschnitt von 1961-1990.
Forscher hatten im November den Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und kälteren Wintern in Europa erklärt: Durch das Schmelzen des Meereises in der östlichen Arktis werden Luftströmungen gestört, schreibt Vladimir Petoukhov vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung im Wissenschaftsjournal Geophysical Research.
Die Eisschmelze in der Arktis heizt demnach vor Ort untere Luftschichten auf, die wiederum zu Störungen der Luftströmungen und zu einer Abkühlung des nördlichen Kontinents führen. "Harte Winter wie der vergangenen Jahres widersprechen nicht dem Bild globaler Erwärmung, sondern vervollständigen es eher", sagt Petouhkov.
> www.klimaretter.info/forschung/hintergrund/7619-das-kaelteste-deutschland-seit-langem
Wie teuer wird der Ökostrom?
Was ist uns Deutschen die Umwelt wert?
Bei einer Umfrage des Umweltbundesamtes plädieren 85 % der Deutschen für den raschen Ausbau von Erneuerbaren Energien. Aber nur acht % beziehen bis jetzt Ökostrom. Zwischen Bewusstsein und Sein klafft noch immer eine große Lücke. - Helfen Sie bitte mit diese Lücke zu schließen! Siehe unten! (W.T.) - Doch die Bewusstseinsänderung zugunsten der Umwelt nimmt weiter zu. Der Umfrage zufolge gehört in Deutschland das Thema Umwelt zu den drei wichtigsten Politikthemen.
Aber nur fünf Prozent der Befragten würden für umweltfreundliche Produkte wesentlich mehr Geld ausgeben. Immerhin hat sich die Anzahl von Ökostromkunden innerhalb von zwei Jahren verdoppelt. Ökostrom ist ja auch in manchen Regionen bereits billiger als herkömmlicher Strom.
Trotz positiver Trends zugunsten der Umwelt wird der Gesetzgeber an neuen Gesetzen und Vorschriften nicht herumkommen. Die Mehrheit der Deutschen ist zum Beispiel für ein Tempolimit von 130 Km/h auf Autobahnen, aber kaum einer hält sich freiwillig daran. Da helfen nur einheitliche Regelungen.
Neue Regelungen vom Gesetzgeber für Ökostrom fordern jetzt auch 70 Umweltwissenschaftler
Der Vorgang ist ohne Beispiel. Zu den Autoren gehören der Chef des Freiburger Ökoinstituts, Felix Mattes, der Vizechef des Wuppertal-Instituts, Manfred Fischedick, die Professoren Claudia Kemfert und Eberhard Jochem sowie der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie, Jürgen Schmid. Die Autoren sind allesamt seit Jahren Befürworter eines raschen Ausbaus der Erneuerbaren Energien.
Aber die befürchten jetzt eine „Überinvestitionswelle“ bei der Photovoltaik. Die Kosten, welche alle Stromverbraucher für die PV-Anlagen aufbringen müssen, würden in den nächsten Jahren aus dem Ruder laufen, weil immer mehr Deutsche PV-Anlagen installieren. 2010 müssten die deutschen Stromkunden 13 Milliarden Euro mehr aufbringen. Künftig würden sich die Mehrkosten pro Haushalt von jährlich 12 Euro im Jahr 2005 auf 12 Euro im Monat erhöhen. 2012 würden wegen des Ausbaus der Erneuerbaren die Strompreise um 30 % steigen.
Die Freunde der Erneuerbaren befürchten also, dass durch solche Preissprünge die politische Akzeptanz für Erneuerbare Energien schwindet. Die Autoren fordern deshalb „niedrigere Fördersätze“.
Die Grünen und die SPD haben sofort zugestimmt und künftig mäßige Kürzungen pro Vierteljahr statt einer drastischen Kürzung jedes Jahr vorgeschlagen. Damit könnte die Solarwirtschaft eher klar kommen als durch brutale jährliche Kürzungen wie sie von Teilen der CDU/CSU und der FDP gefordert werden.
Frank Asbeck, Chef des Branchenriesen Solarworld, warnt die Politik ebenfalls vor jährlichen drastischen Kürzungen. Die meisten deutschen Solarfirmen würden dadurch in ihrer Existenz gefährdet. Asbeck macht darauf aufmerksam, dass in spätestens zwei Jahren der Solarstrom vom Dach ohnehin preiswerter sei als der herkömmliche Strom aus der Steckdose. © Franz Alt 2010
"EWS gibt Gas"
Seit kurzem sind die Elektrizitätswerke Schönau auch Gasversorger! Dies gilt jedoch vorläufig nur für Baden-Württemberg und Bayern, während die Öko-Stromversorgung bundesweit gilt.
Machen Sie sich doch selbst, Ihrer Familie und der Umwelt ein Geschenk und steigen Sie um auf Ökostrom und / oder Gas von den EWS! Bei der Zumischung von Bio-Erdgas hält sich EWS an strenge ökologische Regeln!
Verwenden Sie bitte dazu das / die Auftragsformuler(e) auf der TERRA HP > www.terranetwork.org/netzwerkenergiewende.html. Sie fördern damit die "doppelte persönliche Energiewende", da TERRA dafür eine Gutschrift erhält, die voll an die Energiewende-Projekte in Entwicklungsländer fließt. Außerdem investiert EWS in neue Erneuerbare-Energie-Anlagen!
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Das Netzwerk TERRA Energiewende grüßt alle LeserInnen des Newsletters mit dem Spruch von Mahatma Gandhi:
„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt"
und wünscht Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr
i.A. Walter Trautwein
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Atom- und Kohlestrom-Ausstieg mit TERRA Energiewende
Diese Nachricht wurde mit sauberem Strom der www.EWS-Schoenau.de erstellt! 100% Kohle- und Atomstromfrei!
Wechseln Sie doch auch!
TERRA Energiewende -> Kooperation mit Schönau:
- Flyer Energiewende (Unterstützung von Projekten in Entwicklungsländern) > www.terranetwork.org/586.html
- Vertrag TERRA Energiewende > www.terranetwork.org/fileadmin/user_upload/dokumente/EWS_vertrag_terra_2010.pdf
-Infos und unverbindliches Angebot bei Übermittlung einer Kopie der letzten Stromrechnung (gleiche Konditionen wie bei direkter Bestellung über EWS Schönau): > Walter Trautwein, Esslinger Str. 5, 76228 Karlsruhe, Tel. 0721-9453143, walter@i-like-no-spam.trautwein.info
