Die internationale Nichtregierungsorganisation TERRA One World Network stellt eine neue Generation von integrierter Bürgerbewegung dar. TERRA zieht aus den Erfahrungen der Friedens-, Umwelt- und Nord-Süd-Bewegungen eine Reihe von Konsequenzen und baut seine Arbeit daher auf folgenden Grundsätzen auf:
1. Ganzheitlichkeit der Themen
Umwelt-, Nord-Süd-, Friedens-, Bildungs- oder Menschenrechtsfragen sind untrennbare Aspekte derselben Weltproblematik und können sinnvollerweise nur in ihrem Zusammenwirken gesehen und angegangen werden. TERRA wird daher auf allen diesen Gebieten tätig und legt dabei besonderes Augenmerk auf ihre Vernetzung.
2. Aktivitäten auf lokaler und globaler Ebene
Alle konkreten Probleme und Herausforderungen in den oben genannten Feldern haben grundsätzlich sowohl ihre lokale als auch ihre globale Dimension. TERRA will bei allen seinen Aktivitäten beide Dimensionen wahrnehmen, also lokale und regionale Aktionen planen und durchführen und aktiv mitwirken bei der Weiterentwicklung vorhandener und Etablierung neuer notwendiger globaler Einrichtungen und Strukturen.
3. Ethos der unteilbaren Menschheit
Die Weltproblematik ist nicht lösbar ohne ein Ethos globalverträglichen Handelns. Dieses neue Weltethos muß um den zentralen Wert kreisen: Die Erde und die Menschheit sind unteilbar! Die eigene Bewußtwerdung darüber, was dies für konkretes Handeln bedeutet, und die Bewußtmachung hierzu in der gesellschaftlichen Diskussion bilden Eckpunkte der Aktivitäten von TERRA.
4. Konstruktiv und konsultativ statt ideologisch
Ideologisches und in dessen Folge parteiisches Denken führt zu zahllosen unfruchtbaren Kämpfen zwischen Menschen und Organisationen. TERRA versteht sich nicht nur als strikt überparteilich, sondern will ideologisches und dogmatisches Denken von Grund auf überwinden. TERRA strebt stattdessen eine vorurteilsfreie, konstruktiv-konsultative Kommunikation nach innen und außen an.
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5. Gesellschaftsgestaltende und wirtschaftliche Kompetenz
Die Wirtschaft spielt in der heutigen Welt eine Schlüsselrolle für ein umwelt- und sozialverträgliches Leben. Sie trägt eine besondere Verantwortung, da sie heute bereits weitgehend auf der globalen Ebene agiert. TERRA will das Bewußtsein für diese Verantwortung im offenen Dialog und durch konstruktive Beratung aktiv fördern. TERRA sieht seine besondere Aufgabe ferner im aktiven Austausch und in der offenen, kreativen Zusammenarbeit von gesellschaftsgestaltender und wirtschaftlicher Kompetenz mit dem Ziel, allen Entwicklungs-Projekten die größtmögliche humane und ökologische Effizienz zu geben und kontra-produktive Nebenwirkungen zu vermeiden.
6. Selbstverantwortung achten und stärken
Viele Bemühungen leiden immer wieder daran, daß die Gesprächspartner und selbst die Betroffenen, die man unterstützen will, nicht als wirklich Gleichwertige betrachtet und behandelt werden. TERRA legt großen Wert auf den Grundsatz, daß alle seine Partner vor Ort in ihrer Eigenverantwortung ernst genommen werden und sie letztlich für sich selbst entscheiden.
7. Engagement als Selbstverwirklichung
Das Eintreten für die oben genannten Ziele wird von den meisten Menschen als zwar sinnvoll, aber auch mühsam und oft frustrierend oder utopisch angesehen. Die Gewinnung von immer mehr Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppierungen für ein persönliches Engagement für Umwelt-, Menschenrechts-, Nord-Süd-, Friedens- oder Bildungsziele sieht TERRA vor allem in der Entwicklung einer Kultur, in der der Einsatz in diesen Feldern als kreativste Selbstverwirklichung und erlebnisreichster Lernprozeß wahrgenommen werden kann.
FAZIT
Die Mitglieder von TERRA sind sehr zuversichtlich, daß mit der Umsetzung dieser Grundsätze ungeahnte Durchbrüche in allen genannten Themenfeldern der Weltproblematik erreicht werden können und daß die Menschheit dadurch die Souveränität für eine lebenswerte und gerechtere Zukunft zurückerlangen kann.

