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Am 30. Mai 2007 veröffentlichte der Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) eine „Berliner Erklärung“, mit der er „der Bundeskanzlerin Angela Merkel den Rücken stärken“ will, die Frage eines besser ausbalancierten Ordnungsrahmens der Weltwirtschaft zu einem Schwerpunktthema internationaler Politik zu machen.“ In der BWA-Pressemitteilung heißt es u.a.: „Merkel kündigte erstmals beim Weltwirtschaftsforum in Davos an, dies auf die Tagesordnung beim G-8-Gipfel 2007 in Deutschland zu bringen. Sie erinnerte dabei an den Vater der sozialen Marktwirtschaft Ludwig Erhard, der in der Verknüpfung von Freiheit und sozialer Verantwortung die Voraussetzung für eine erfolgreiche Marktwirtschaft sah. Der Wirtschaftsverband BWA will mit der „Berliner Erklärung“ deutlich machen, dass auch die Wirtschaft eine weltweite Entwicklung zu einem ökosozialen Ordnungsrahmen als Leitbild der Politik für die nächsten Jahre nachhaltig befürwortet.“
Die „Berliner Erklärung“ ruft ausdrücklich dazu auf, „eine balancierte Gestaltung der Globalisierung zur internationalen Chefsache zu machen“. Konkretes Ziel der Erklärung ist es, zu diesem Thema auf dem G-8-Gipfels 2007 in Deutschland einen Schritt nach vorne zu erreichen. „Dies geht nur, wenn gerade aus der Wirtschaft das Signal kommt: ‚Auch wir wollen das’“, so BWA-Präsident Prof. Franz Josef Radermacher.
Der BWA wandte sich bereits unmittelbar nach der Bundestagswahl an das neue Kabinett mit dem Aufruf, Globalisierungsgestaltung zum „neuen zentralen Politikfeld“ zu erheben, da sonst die Gestaltungsfreiheit in allen anderen Themenfeldern immer mehr schwinde aufgrund einer ungesteuerten Globalisierung. Nachdem Bundeskanzlerin Merkel diesen Impuls zwischenzeitlich aufgriff, will der BWA als nächstes erreichen, gerade aus der Wirtschaft so viel Unterstützung wie möglich für diesen Weg zu mobilisieren. Der Senat des BWA, dem mehr als 150 Führungskräfte der deutschen Wirtschaft angehören, billigte bereits im vergangenen Dezember einmütig die Inhalte der Berliner Erklärung.
Die jetzt veröffentlichte Erklärung wendet sich an Führungskräfte der Wirtschaft, und zwar bewusst vom Kleinunternehmer bis zur Führungsebene global agierender Unternehmen, mit der Einladung, diese durch ihre Unterschrift zu unterstützen. Bis zum 23. Juni sind bereits rund 100 Führungskräfte der Wirtschaft diesem Aufruf gefolgt, das International Network on Environmental Management wird weltweit ihre Mitglieder zur Unterzeichnung aufrufen und auch Terra schloss sich diesem Aufruf am 29. Juni an.
Zur Berliner Erklärung:
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